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Krisenbewältigung bei Unternehmen in der Eifel
07.05.2020

Krisenbewältigung bei Unternehmen in der Eifel

Die Firma EMOTEC GmbH & Co. KG ist seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Wartung, Montage und Instandsetzung von Industrieanlagen tätig. Gründer des Unternehmens ist Bruno Just, der seit 2009 gemeinsam mit seiner Frau Yvonne Just zudem als Geschäftsführer die Leitung inne hat.

Der sich stetig entwickelnde Mitarbeiterstamm ist mittlerweile auf über 20 Personen angewachsen. Das Portfolio wurde mit den Jahren von verschiedenen Dienstleistungen bis hin zur Herstellung kompletter Anlagen ausgebaut. Der Betrieb entwickelte sich so gut, dass 2016 eine neue Produktionshalle errichtet wurde. Hier investierte die EMOTEC GmbH & Co. KG in breitem Umfang in Schweißtechnik, wurde auch schnell Schweißfachbetrieb und strebt nun eine weitere Vergrößerung der Produktionsfläche an.

Tatkräftige Reaktion auf Corona-Krise

„Soweit lief alles prima, bis die Corona-Krise auch uns traf,“ führt Bruno Just die Geschichte der Firma weiter aus. „Unsere Auftragslage drohte ebenso einzubrechen wie bei vielen anderen Unternehmen.“ Eine kurze Atempause im aktuellen Geschäft sei hin und wieder vielleicht wünschenswert, räumt Bruno Just ein, doch eine Krise diesen Ausmaßes treffe schließlich die ganze Wirtschaft. „Zu Beginn haben wir also einfach das gemacht, was man schon immer einmal machen wollte, wenn nur genug Zeit übrig wäre.“ Eines dieser Projekte sei ein simples Absperrgitter gewesen, berichtet der Geschäftsführer, welches ihm in der Vergangenheit an einer Baustelle einmal aufgefallen war. „In kurzer Zeit hat unser Team dieses Gitter konstruiert, so dass wir es in einer kleinen Serie auflegen konnten – zunächst nur, um unseren eigenen Bedarf an Absperrungen abzudecken. Da man als weltweit tätiges Unternehmen unter anderem bei vielen namhaften deutschen Firmen unterwegs sei, erklärt der Unternehmer dieses Vorgehen, mache hier eine professionelle Baustellenabsperrung immer einen guten Eindruck. Doch was als internes Projekt startete, entwickelt sich mittlerweile zu einem wirklichen Geschäft: „Wir können unser Gitter inzwischen als Serienproduktion vertreiben. Gerade jetzt werden stabile, professionelle und einfach zu bedienende Absperrungen gebraucht.“

Von der „Notlösung“ zur Geschäftsidee

Bastian Jansen, der als Konstrukteur hier maßgeblich mitgewirkt hat, sagt dazu: „Anfangs haben wir lediglich ein simples Produkt für den Eigenbedarf kurzfristig hergestellt, weil wir einfach gerade die Zeit dafür hatten. Mittlerweile sehen wir uns jedoch Anfragen im dreistelligen Bereich gegenüber, mit denen hier niemand gerechnet hätte. Dies wiederum stellt uns vor die Herausforderung, kostengünstig zu produzieren, und ich denke, dass mit unseren Änderungsmaßnahmen ein optimierter Preis möglich ist“, erklärt er zufrieden.

Bruno Just führt weiter aus: „Und damit nicht genug, kam Herr Jansen nach der Konstruktion des Scherengatters mit einer weiteren guten Idee in mein Büro“, erinnert sich der Firmeninhaber. „Schockiert von den Bildern aus China und Italien, hatte er überlegt, wie wir mit unseren Mitteln zur Überwindung der Pandemie beitragen könnten. Und wenn es eine Sache gibt, die ein Fertigungsbetrieb wie EMOTEC produzieren kann, dann ist es eine Maschine…“

Warum also keine Beatmungsmaschine?

Die ersten Einwände, dass es für ein medizinisches Gerät bestimmter Zertifikate bedürfe, wurden dadurch zerstreut, dass bei der Konstruktion lediglich eine mechanische Betätigung eines sogenannten AMU-Beutels gefertigt wird. Alle Komponenten, die mit dem Patienten in Berührung kommen, sind zertifiziert und im täglichen Einsatz auf Hunderten von Rettungswagen bewährt – dem Projekt stand also insofern nichts entgegen.

So wird nun bereits seit vier Wochen an dieser Konstruktion gearbeitet, und mit dem mittlerweile entwickelten Prototypen hat die Firma EMOTEC GmbH & Co. KG Kontakt zur Eifelklinik Simmerath aufgenommen. Bei einem Gespräch mit Geschäftsführer Andreas Grbic und Chefarzt Dr. Christian Blau (Innere und Intensivmedizin), wurden sowohl medizinische als auch wirtschaftliche Aspekte beleuchtet. Hierbei stellte sich heraus, dass der Mediziner durchaus einen Einsatz dieser Beatmungsgeräte als möglich betrachtet – zwar nicht unbedingt in der Eifelklinik, aber doch und vor allem in Gebieten mit schlecht aufgestellter medizinischer Infrastruktur. Denn, so erklärte Geschäftsführer Andreas Grbic, während die medizinische Versorgung in der Eifel mit den in Simmerath gegebenen Möglichkeiten sehr gut gewährleistet sei, sehe dies in anderen europäischen Ländern ganz anders aus. Gerne nahmen wir die von Dr. Christian Blau vorgeschlagenen Verbesserungen aus medizinischer Sicht auf und setzten diese während der weiteren Konstruktionsarbeiten erfolgreich um. Neben dieser theoretischen Unterstützung leistete die Eifelklinik im Übrigen auch einen ganz praktischen Beitrag zum Projekt, indem sie uns die für Langzeitversuche nötigen medizinischen Artikel zur Verfügung stellte.

Mittlerweile ist EMOTEC im Gespräch mit diversen amtlichen Stellen, wie dem Gesundheitsamt NRW oder dem Auswärtigen Amt, aber auch mit Organisationen, die direkt mit der Problematik befasst sind, wie z. B. Ärzte ohne Grenzen.

Erfolg nicht nur auf einer Linie

Herrn Just liegt ausdrücklich daran, direkt dort helfen zu können, wo Hilfe wirklich benötigt wird. Da EMOTEC dieses Gerät deutlich günstiger als handelsüblichen Beatmungsgeräte produzieren kann, können also im Bedarfsfall wesentlich mehr Patienten beatmet werden, bei gleichem finanziellen Einsatz. Zwar entspricht die Sensorik (noch) nicht der eines hochentwickelten OP-Gerätes, dennoch kann es in Notsituationen Leben retten. Herr Jansen meint dazu: "Eine intuitive Bedienung und die absolut zuverlässige Konstruktion sind hier natürlich unerlässlich."

Vor diesem Hintergrund ist es nur ein Nebeneffekt – wenn auch ein wesentlicher –, dass EMOTEC mit dem anspruchsvollen Projekt eigene Mitarbeiter wie auch Zulieferer vor Kurzarbeit bewahren kann. Außerdem zeigt sich ganz deutlich, dass es auch in der Krise Firmen gibt, die nicht den Kopf in den Sand stecken und auf Hilfe warten, sondern ihr Geschick in die eigene Hand nehmen.

Mit Kooperationen die Zukunft sichern

Die Entwicklung des Beatmungsgerätes ist für EMOTEC nur der erste Schritt in eine neue Richtung. Weitere Produkte wie Notfallbetten und Trennwände sollen folgen und ähnliche Produkte sind als fortführende Krisen-Exit-Strategie geplant.

Dabei freut sich die EMOTEC GmbH & Co. KG jederzeit über Kooperationspartner, die bereit sind, aktuell das Beatmungsgerät und künftig eventuell weitere Geräte mit uns zur Serienreife weiterzuentwickeln.

Erneuerung der Fahrzeugflotte
08.01.2020

Erneuerung der Fahrzeugflotte.

Rechtzeitig zum Jahreswechsel wurde der nächste Dienstwagen geliefert.

Wie schon seit vielen Jahren vertraut die EMOTEC GmbH, im Transporter Bereich, weiter auf Ford Fahrzeuge. Natürlich auch um die deutsche Wirtschaft zu stärken.

Der neue Transit Custom ist mit dem verbrauchsgünstigen 2 Liter Euro 6d-Temp Diesel Motor ausgestattet. Eine andere Antriebstechnik ist für Montagefirmen bisher noch nicht zu gebrauchen, da zum Teil große Entfernungen zuverlässig und ohne lange Wartezeiten zurückgelegt werden müssen. Die Nachhaltigkeit und der Umweltschutz, die in der derzeitigen Diskussion ja ständig im Focus stehen, hat natürlich auch bei dieser Kaufentscheidung eine starke Rolle gespielt. Die EMOTEC GmbH arbeitet deshalb mit Ford zusammen, weil die Fahrzeuge eine sehr gute Haltbarkeit haben und zum Teil über 10 Jahre bei uns Dienst tun können. Die Haltbarkeit der Fahrzeuge wird durch unsere langjährigen Partner für Fahrzeugwartung sichergestellt. Hier haben wir in der Fa. Auto Hermans einen kompetenten und flexiblen Partner gefunden. Wichtig ist an dieser Stelle für uns auch, dass wir regional betreut werden und somit im Notfall schnell wieder einsatzbereit sind. Die Ausstattung umfasst auch eine Anhängerkupplung und den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Fahrtenschreiber neuster Ausführung für Fahrten mit Anhänger die weiter als 100km vom Standort entfernt sind. Die ordnungsgemäße Betreuung aller unserer Baustellen im In- und Ausland ist damit gewährleistet.

Hallo Nachbar (Nachlese)
10.12.2019

Die Veranstaltung "Hallo Nachbar" bei der EMOTEC GmbH & Co. KG war ein voller Erfolg.

Es hat uns, dem EMOTEC-Team, viel Freude gemacht, dies entsprechend vorzubereiten und durchzuführen.

Wir danken der Städteregion, der HWK und der IHK für die Unterstützung und hoffen, dass die eingeladenen Unternehmerrepräsentanten sich ein gutes Bild unserer Firma machen konnten. Desweiteren bedanken wir uns bei "Feuer & Eis" (www.Feuer-Eis-Hirschrott.de) für die kulinarische Betreuung. Thomas Jöbges ist seit vielen Jahren Kunde und Lieferant bei EMOTEC. Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus Kunden Freunde werden. Zur Zeit lässt er das 4. Fahrzeug bei EMOTEC umbauen. Dieses Mal wird der Feuerwehrwagen zum fahrenden Pizzaofen. Wir wünschen ihm viel Spaß und gute Geschäfte mit seiner Neuanschaffung.

Der Nikolaus
09.12.2019

Der Nikolaus war wieder bei der Firma EMOTEC!

Jetzt schon im dritten Jahr war der Nikolaus wieder bei der Firma EMOTEC in Simmerath und hat für die braven Kinder der Mitarbeiter viele Leckereien in die Nikolaustüten gepackt.

"Eine kleine Anerkennung für die Familie der Mitarbeiter. Es kommt in unserer Branche halt schon hin und wieder vor, dass der Papa mal schnell auf eine Baustelle muss. Die Akzeptanz in der Familie für die Arbeit ist uns sehr wichtig. Deshalb nutzen wir gerne die Gelegenheit, um etwas zurück zu geben." (Bruno Just GF)

Wir beschäftigen zur Zeit 20 Mitarbeiter. Darunter 6 Väter, die alle zusammen 9 Kinder unter 18 Jahren haben.

Kundenorientierung: Klares Bekenntnis zur Zukunft
28.10.2019

Für langfristig stabile und wirtschaftlich sinnvolle Kundenbeziehungen plant emotec weit im voraus.

Seit 2016 befindet sich das Unternehmen emotec in der neuen Werkhalle im Gewerbegebiet Simmerath. Der Neubau war nötig, um den steigenden Anforderungen bei der Realisierung von Kundenprojekten gerecht zu werden und größer dimensionierte Projekte in der Werkhalle unterzubringen.

Das inhabergeführte Familienunternehmen emotec verfolgt seit seiner Gründung das Ziel, sich kontinuierlich weiter zu entwickeln. Mit dem Neubau der Werkhalle und der gezielten Entscheidung für den neuen Standort im Gewerbegebiet in Simmerath wurden vor allem in zukunftsweisender Form die Weichen auf Expansion gestellt.

Dieses klare Bekenntnis zum neuen Standort, die daran geknüpften Erweiterungsmöglichkeiten und die konkreten Pläne zur Weiterentwicklung des Unternehmens emotec werden von Kunden und insbesondere auch von den Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen.

Flexibilität, Kundenorientierung und Marktnähe werden bei emotec großgeschrieben. Jedoch ist emotec aus dem Handwerk gewachsen und legt deshalb auch zukünftig weiterhin wert auf Bodenständigkeit und Solidität.

Wirksames Qualitätsmanagement
28.10.2019

In der Schweißtechnik verbessert emotec die Leistung kontinuierlich mit einem strengen Qualitätsmanagement-Programm.

Um die Qualität der Produkte und Leistungen stetig zu verbessern, legt emotec besonderen Wert auf ein schweißtechnisches Qualitätsmanagement.

Als Grundlage hat sich emotec nach EN ISO 3834-2 zertifizieren lassen und sichert sich mit dieser anspruchsvollen Zertifizierung nach der international anerkannten Norm eine weltweite Wettbewerbsfähigkeit.

Emotec stellt sich den Herausforderungen der Branche und beweist mit der Umsetzung qualitätssichernder Standards auch als Hersteller bzw. Verarbeiter von schmelzgeschweißten Bauteilen und Konstruktionen ihren Anspruch an höchste Präzision und Qualität.

Fertigung von (unbefeuerten) Druckbehältern und metallischen industriellen Rohrleitungen nach AD 2000 HP 0

Als weitere schweißtechnische Spezialisierung gilt die Zulassung nach AD 2000 HP 0. Emotec erhält das Zertifikat zur Fertigung von (unbefeuerten) Druckbehältern und metallischen industriellen Rohrleitungen.

Mit den damit verbundenen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen bei der schweißtechnischen Bearbeitung wird emotec mit einem weiteren Qualitätsmerkmal als Schweißfachbetrieb ausgezeichnet.

Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle nach DIN EN 1090

Emotec hat das Wiederholungsaudit EN 1090-1/-2 erfolgreich absolviert und stellt damit wiederholt die Wirksamkeit des werkseigenen Qualitätsmanagement-Systems sicher.

Mit dem Zertifikat weist emotec nicht nur die Qualifikation ihrer Mitarbeiter und die erforderliche technische Ausrüstung nach, sondern auch die Einhaltung der nach europäischer Norm festgelegten wesentlichen Produkteigenschaften von tragenden Bauteilen aus Stahl.

Eine weitergehende Zertifizierung nach EN 1090-3 „Technische Regeln für die Ausführung von Tragwerken in Aluminium“ ist derzeit in Vorbereitung.

Hallo Nachbar
24.10.2019

Industrie-Dialog Aachen

Seit dem Start der Reihe „Zu Gast in der Region“ haben mehr als 560 Fach- und Führungskräfte 28 Unternehmen vor Ort in der Region Aachen besucht. 2019 freuen sich fünf weitere, interessante Betriebe auf Ihren Besuch und geben spannende Einblicke in Unternehmen der Region Aachen. 

Die emotec GmbH & Co. KG wird am 07.11.2019 um 17:00 Uhr in Simmerath ebenfalls Besucher im Rahmen der „Hallo Nachbar“-Initiative Besucher empfangen.

Mit einem Vortrag, einer Produktionsbesichtigung und einem gastfreundlichen Rahmen wollen die Geschäftsführer Yvonne Just und Bruno Just Ihr Unternehmen vorstellen und Einblicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit geben. Unternehmen und regionale Akteure erhalten in diesem außergewöhnlichen Rahmen die Gelegenheit, in einen gemeinsamen Dialog zu treten und auf Angebote und Kooperationswünsche aufmerksam zu machen.

„Wir unterstützen diese Initiative, weil wir die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit
unserer regionalen Industrie fördern wollen. Als Betrieb mit einer über 20-jährigen Firmengeschichte, leisten wir vor allem als sozialverantwortlicher Arbeitgeber unseren Beitrag zu einer in der starken Region.“ (Bruno Just, GF)

Krisenbewältigung bei Unternehmen in der Eifel

Die Firma EMOTEC GmbH & Co. KG ist seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Wartung, Montage und Instandsetzung von Industrieanlagen tätig. Gründer des Unternehmens ist Bruno Just, der seit 2009 gemeinsam mit seiner Frau Yvonne Just zudem als Geschäftsführer die Leitung inne...